Keynote am Sonntag

Lieben Sie doch, wie Sie wollen!

Wie verhalte ich mich, wenn ich liebe? Bleibe ich bei meinen Wünschen oder stelle ich mich völlig auf das Gegenüber ein? Wann bin ich mir selber treu und wann verliere ich mich auf dem Weg der Beziehung? Dr. Maja Storch bringt in diese Fragestellung, die alle kennen, einen interessanten Aspekt. Anhand der didaktischen Metapher vom Strudelwürmli erklärt sie eingängig und humorvoll die so genannten Zwei-Prozesstheorien. Im Rahmen dieser Theorien geht man davon aus, dass der Mensch über zwei Bewertungssysteme verfügt: den Verstand und ein unbewusst arbeitendes emotionales Erfahrungsgedächtnis.

Im Kontakt mit mir selber und mit anderen Menschen sind die Bewertungssignale des Unbewussten wichtige Informationen darüber, wonach ich mich richten soll. Allerdings geht es nicht nur alleine darum, sich blindgläubig an diesen Signalen zu orientieren. In der Liebe gut aufgestellt sein, heisst, eine kluge Balance finden zwischen Verstandesempfehlungen und den Vorschlägen, die das Unbewusste macht. Wenn man in dieser Kunst sicher ist, dann gilt: Ich kann lieben, wie ich will!

(direkt im Anschluss Diskussion)

Dr. Maja Storch

Maja Storch, Dr. phil, Diplom Psychologin, Psychoanalytikerin

Maja StorchGeb. 1958, ist Inhaberin und wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation Zürich (ISMZ), einem Spin-off der Universität Zürich. Zusammen mit Dr. Frank Krause hat sie das Zürcher Ressourcen Modell ZRM entwickelt, ein wissenschaftlich fundiertes Selbstmanagement-Training. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Motivation, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstmanagement, Ressourcenaktivierung, Training und Coaching.

Zu ihren Themen hat sie zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Publikationen verfasst. Sie ist Herausgeberin der ZRM-Bibliothek im Hogrefe Verlag.