DVNLP Die Chronik

Mai 1996

Die Vorstände der „German Association for Neuro-Linguistic Programming“ (GANLP) und der „Deutschen Gesellschaft für Neuro-Linguistisches Programmieren“ (DGNLP) sowie die „Resonanzgruppe“ von Gundl Kutschera beschließen die Zusammenführung beider Vereinigungen in einen gemeinsamen NLP-Verband.

Bert Feustel: "Wer etwas über die Anfänge des DVNLP erfahren möchte, muss sich zunächst mit der Entstehungsgeschichte der GANLP (German Association for NLP). Bis zur Gründung der GANLP gab es keinerlei NLP-Ausbildungsrichtlinien. Jeder NLP-Trainer hatte praktisch das gemacht, was er wollte und kannte. Mir war wichtig, dass Interessenten ein gut vermitteltes NLP kennenlernen, deshalb entschloss mich 1991, einen NLP-Verein zu gründen. Mit einem besonderen Zertifikat und Siegel sowie der Mitgliedschaft im Verein konnte sich jeder NLP-Trainer zur Einhaltung von Qualität verpflichten. Als Mitte der neunziger Jahre die DG NLP GmbH einen gleichlautenden Verein gegründet hat, gab es für die Öffentlichkeit zwei NLP-Organisationen. Um eine Zersplitterung zu vermeiden und die Kräfte eher zu bündeln als gegeneinander zu benutzen, haben sich ganz im Sinne des NLP, die Gründer der DGNLP mit dem GANLP-Vorstand geeinigt, gemeinsam einen neuen Dachverband zu gründen, in dem alle qualitätsbewussten NLP-Trainer und alle Freunde des NLP ein Zuhause finden: der Deutsche Verband für NLP, DVNLP."

Thies Stahl: "Es gab 1996 drei Gruppierungen im NLP, die Szene war ziemlich zersplittert. Gundl Kutschera und ich führten seit 1981 NLP-Seminare und -Ausbildungen in Deutschland durch. Jeder hatte eine eigene Gruppe von Leuten um sich herum, die wir ausgebildet und zu Trainern gemacht hatten. Und es gab dann zunehmend Leute, die von amerikanischen Trainern ausgebildet wurden und die  überwiegend in der von Bert Feustel gegründeten German Association for NLP (GANLP) organisiert waren, in deren Vorstand ich ab 1994 auch tätig war. Ich habe Bert Feustel dann überzeugt, dass wir mit der GANLP sowie mit meinen und Gundls Leuten einen deutschen Gesamtverband auf die Beine stellen müssten. In etlichen Treffen mit Gundl, Bert und Jürgen Leistikow vom DGNLP haben wir dann die Grundlage für den DVNLP geschaffen."

28.08.1996

Gründungsversammlung des Deutschen Verbandes für Neuro-Linguistisches Programmieren (DVNLP) in München. Der Gründungsvorstand wird gebildet von Bert Feustel, Dr. Gundl Kutschera und Thies Stahl.

Thies Stahl: "Sehr gern erinnere ich mich an die freudige Stimmung bei der Gründungsversammlung und der Vorstandswahl. Wir hatten es geschafft in Deutschland vom Image der zerstrittenen NLPler wegzukommen, die untereinander nicht kommunizieren können."

22.11.1996

Erste ordentliche Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen. Zur Wahl stellen sich 13 Mitglieder, gewählt werden Dr. Jürgen Leistikow (1. Vorsitzender), Dr. Gundl Kutschera und Thies Stahl. Bert Feustel wird zum Geschäftsführer des Verbandes gewählt. Zudem wird die Bildung eines Beirates beschlossen, in den Alix von Uhde und Joe Schnorrenberg gewählt werden.

Johann Garnitschnig: "Ich erinnere mich noch sehr gut und sehr gern an die intensive Arbeit in der Aus- und Fortbildungskommission, der ich seit der Gründung des DVNLP angehörte. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung der Ausbildungsrichtlinien, die auch aus heutiger Sicht hohe Standards in der Ausbildung von Trainern und Coaches gesetzt haben."

08.07.1997

Eintragung in das Vereinsregister. Der DVNLP hat zu diesem Zeitpunkt rund 600 Mitglieder.

28.11.1997

Ordentliche Mitgliederversammlung im Parkhotel Bad Nauheim. Diskutiert werden vor allem die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Beirat, die Veranstaltungsorganisation sowie diverse Satzungsänderungen. Es wird beschlossen, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, um die Satzungsänderungen ausführlich zu besprechen.

19.03.1998

Außerordentliche Mitgliederversammlung in Bad Lippspringe. Von 794 Mitgliedern sind 29 anwesend. Die MV ist nicht beschlussfähig. Thies Stahl tritt aus privaten Gründen vom Amt des 2. Vorsitzenden zurück und wird verabschiedet. Dr. Frank Görmer übernimmt kommissarisch seinen Platz bis zur nächsten Vorstandswahl.

28.5.1998

Die außerordentliche MV kann mit neun anwesenden Stimmberechtigten und der zuvor erfolgten Briefwahl Satzungsänderungen beschließen: U.a. wird der Vorstand von drei auf fünf Personen erweitert.

30.10.1998

Die ordentliche MV wählt einen neuen Vorstand, der aus Frank Görmar (1. Vorsitzender), Wolfgang Walker, Jochen Sprenger, Jens Hartung und Alix Louisa von Uhde besteht. Wichtigster inhaltlicher Diskussionspunkt: Sind weniger als 18 Präsenztage für NLP-Ausbildungen mit dem Selbstverständnis des DVNLP vereinbar?

Dr. Frank Görmar: "Die Vorstandsarbeit mit Wolfgang Walker, Jens Hartung, Alix von Ude und Jochen Sprenger war fantastisch. Hier kamen gegensätzliche Charaktere konstruktiv zusammen: Wolfgang, der letzte echte Hippie und Spezialist in Grenzwissenschaften; Alix, die wahre Erfinderin des Social Networking; Jens Physiker und Vollbluttrainer; und Jochen, der gewiefteste Ausschussjongleur, den ich kenne. Im normalen Leben wären wir uns sicherlich aus dem Weg gegangen."

Wolfgang Walker: "Unsere Vision bestand in einem starken Verband, der die Vernetzung der Mitglieder und eine regionalisierte Struktur fördert. Newcomer sollten vom Verband genauso gefördert werden wie bereits etablierte Institute. Wir wollten weg von einem Verband der ‚Großen Vorsitzenden’. Praktisch führte dies z. B. zu der Entscheidung, für die von uns entwickelte Imagebroschüre des DVNLP keine Werbeanzeigen zu verkaufen. Dies hätte vor allem den finanzkräftigen Instituten Vorteile verschafft, was aus unserer Sicht der Grundidee eines mitgliederorientierten Vereins widersprochen hätte. Stattdessen sollten alle an der Finanzierung Beteiligten gleichberechtigt und in gleicher Aufmachung als Sponsoren aufgelistet werden."

Jens Hartung: "In den Jahren vor meiner Vorstandszeit war ich bereits in der Ausbildungskommission gewesen und hatte die Arbeit an den Curricula als enorm bereichernd erlebt. Vor allem die lebhaften Diskussionen mit den Kommissionskolleg/innen und die damit verbundene Auseinandersetzung mit den Grundwerten des NLP waren für mich geprägt durch Spaß an der Sache und tollen wechselseitigen Respekt. In den Jahren, in denen ich als Vorstand tätig war, haben wir dann gemeinsam einige Meilensteine gesetzt, die bis heute Bestand haben: Gründung der Geschäftsstelle in Berlin, Entwicklung der Broschüre, Einführung der Zertifizierungsgebühr. Vor allem der letzte Punkt war damals sehr umstritten und führte zum Rücktritt des gesamten Vorstandes vor Ablauf der eigentlichen Amtszeit. Die folgenden Vorstände haben dann aber doch die wesentlichen Weichenstellungen unserer Zeit fortgesetzt."

26.11.1999

Zum ersten Mal wird eine Schlichtungskommission (SK) gewählt, die Konflikte zwischen Verbandsmitgliedern beilegen soll. Die erste SK wird gebildet von Petra Katz, Birgit Hartmann und Klaus Rüdiger Gimmler. Der Umzug der neu gegründeten Geschäftsstelle nach Berlin wird beschlossen. Außerdem gibt der Vorstand bekannt, dass der jährliche DVNLP-Kongress ab 2001 immer am letzten Oktoberwochenende stattfinden soll.

27.10.2000

Der Vorstand stellt der Mitgliederversammlung ein zukunftsweisendes Projekt vor, das den DVNLP durch Regionalisierung und Öffentlichkeitsarbeit stärken soll. Zusätzlich werden u. a. eine Zertifizierungsgebühr und einheitliche Mitgliedsbeiträge von 200 DM sowie die kostenlose einjährige Probemitgliedschaft für Practitioner eingeführt. Die neugegründete Ethikkommission hat einen Berufskodex der Weiterbildner entwickelt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die kontinuierliche Weiterbildung der Lehrtrainer. Im Vorstand ersetzt Dorothea Ziesenhenne-Harr die zurückgetretene Alix Louisa von Uhde. Birgit Genz und Carlos Salgado treten durch Nachwahl in die AFK ein.

Wolfgang Walker: "Die von uns geplante Reform bezog sich vor allem auf die Finanzierungsstruktur des Verbandes. Nachdem wir nämlich einen Überblick über die Vereinsfinanzen gewonnen hatten, wurde uns klar, dass auf dieser Basis kaum mehr als eine Selbstverwaltung machbar war. Jede darüber hinausgehende Aktivität wäre mangels Einnahmen überhaupt nicht möglich gewesen. Und es war auch keine tragfähige Perspektive, dass ehrenamtlich arbeitende Vorstands- und Gremienmitglieder neben vielen anderen Tätigkeiten auch noch selbst Rundschreiben eintüten, Telefon- und Computeranlagen reparieren und ihre Arbeit aus der eigenen Tasche finanzieren mussten. Wir beschlossen daher bei einem Vorstandstreffen die Einführung einer Zertifizierungsgebühr für die Absolventen von NLP-Ausbildungen. Der Grundgedanke war, die qualitätssichernde Funktion des Verbandes von denjenigen finanzieren zu lassen, die davon profitieren – den Teilnehmern an DVNLP-zertifizierten Ausbildungen. Damit gab es erstmals einen Posten im Haushalt des Vereins, der für die Umsetzung von Visionen sowie für Dienstleistungen verwendet werden konnte. Mit anderen Worten: Der Verband war zum ersten Mal in seiner Geschichte wirklich arbeitsfähig."

Dr. Frank Görmar: "Kaum hatte sich die Kunde von der Reform unter den Mitgliedern verbreitet, bekamen wir extrem viel Gegenwind. Unsere Reform war plötzlich politisch! Gigantisch viele E-Mails schlugen täglich bei uns auf, einige mit Anwaltsdrohungen. Die Angst, dass unsere Reform die Pfründe und die Ressourcen in der NLP-Szene verschieben würde, war immens. Ich zählte im Jahr über 4000 E-Mails – und das bei einer rein ehrenamtlichen Arbeit ...
In dieser Zeit, führten wir einen Großgruppen-Dialogos durch, den ich für den DVNLP-Kongress in Hamburg entwickelt hatte. 200 NLPler in konzentrischen Kreisen mit zwei Klangschalen und einem Talking-Stick. Alle waren nervös vor der Veranstaltung, denn die Stimmung im Verband war damals äußerst kämpferisch und streitlustig. Aber es wurde zur fröhlichsten Veranstaltung im DVNLP seit langer Zeit: Der NLP-Geist wurde endlich wieder spürbar!"

September 2001

Die erste Imagebroschüre des DVNLP erscheint unter dem Titel "Denkanstöße. Ratgeber zur effizienten Kommunikation."

26.10.2001

Auf der sechsten ordentlichen MV in Berlin treten alle Vorstandsmitglieder außer Dorothea Ziesenhenne-Harr zurück. Neu gewählt werden Johann Garnitschnig (1. Vorsitzender), Katrin Libke, Tom Andreas und Edith Schmitz-Reutler. Auch die SK und die AFK werden neu besetzt mit Carlos Salgado, Harald Brill, Reinhard Fritsch, Hans Joachim Strauch, Inke Greve, Heide Janowitz, Bernd Isert, Sabine Runge und Bert Feustel (alle SK) sowie Heinz Raab, Barbara Knuth und Mario Kraus (alle AFK). Das Reformprojekt war erfolgreich und bereits Überschüsse eingebracht. Die „Grundlagen für die Vergabe der Lehrtrainer-Ernennung“ werden beschlossen.

Dr. Frank Görmar: "2001 beschlossen wir zum Wohle der DVNLP-Reform einen taktischen Rücktritt. Wir hätten gerne weitergearbeitet, merkten aber, dass sich der Widerstand und die Angst vieler NLPler gegen die Reform mehr an unseren Personen festmachten als an den Inhalten der Reform. Wolfgang Walker vertrat die Hypothese, dass einem neugewählten Vorstand nichts anderes übrig bliebe, als die DVNLP-Reform weiterzuführen, denn auch der neue Vorstand hätte jedes Jahr wieder vor der Pleite gestanden. Recht hatte er! Es war unglaublich zu sehen, wie die härtesten Reformgegner nun daran mitarbeiteten, die Reform schnell und konsequent durchzuziehen. Prima!"

Johann Garnitschnig: "Der Verband war zum Zeitpunkt meiner Wahl in einem ‚wilden Gewässer’ unterwegs und ist fast auseinandergebrochen. Da hatte ich als 1. Vorsitzender die Aufgabe, die unterschiedlichen Strömungen zusammenzuführen und den Verband neu auszurichten. So wurden beispielsweise alle bis dato amtierenden DVNLP-Lehrtrainer im Verband bestätigt und erhielten entsprechende Lehrtrainer-Zertifikate. Ein wichtiges Anliegen war mir auch die Ehrung der langjährigen ‘NLP- Väter’. So hatte ich das Vergnügen, Robert Dilts zum Ehrenmitglied zu ernennen. Später wurden noch weitere ‘NLP-Pioniere’ zu Ehrenmitgliedern ernannt."

1.3.2002

Robert Dilts wird als Ehrenmitglied in den Verband aufgenommen.

25.10.2002

Die MV ist zwar nicht beschlussfähig, kann aber Gundl Kutschera, Thies Stahl, Bernd Isert, Heinz Raab und Bert Feustel für ihre Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernennen. Es wird eine außerordentliche MV für die ausstehenden Beschlüsse anberaumt. Der Verband hat inzwischen rund 1.200 Mitglieder.

08.12.2002

Die beschlossenen Satzungsänderungen der außerordentlichen MV beziehen sich vor allem auf die Erlangung der Gemeinnützigkeit sowie auf die Verhinderung weiterer beschlussunfähiger Sitzungen: „Mitglieder in der Zeit der Probemitgliedschaft“ erhalten das aktive Wahlrecht, zudem sind nur noch 5 % aller Stimmen für die Beschlussfähigkeit notwendig. Die Mitarbeit in den Vereinsorganen ist nun laut Satzung ehrenamtlich. Der Vorstand wird neu gewählt und setzt sich nun aus Waltraud Trageser (1. Vorsitzende), Gabi Schwan, Eva-Maria Braun, Christian Schmid-Egger und Harald Brill zusammen. Nikolai Hotzan wird in die Schlichtungskommission gewählt und ersetzt damit Bernd Isert.

14.12.2003

Roman Simeunovic war im vergangenen Jahr kommissarisch im Vorstand tätig, stellt sich auf der MV aber nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Für ihn wird Dieter Nelle in den Vorstand gewählt. Durch Nachwahl kommen Martina Springer und Sabine Lanius in die AFK.

1.11.2004

Da ein Antrag auf eine klarere Definition der AFK-Aufgaben in der Satzung keine absolute Mehrheit erhält, tritt der gesamte Vorstand zurück. Harald Brill und Martina Springer bilden einen kommissarischen Vorstand mit der Aufgabe, eine außerordentliche MV für Neuwahlen vorzubereiten. 

Heide Janowitz: "Ich war Mitglied in der Aus- und Fortbildungskommission, und bekam die aufreibenden Diskussionen und die schwierige Kommunikation zwischen dem Vorstand und der AFK mit. Besonders ist mir in Erinnerung geblieben, dass die AFK als eine Art Kontrollorgan mit dem Vorstand kommunizierte. Das war eine sehr unglückliche Konstellation, denn die AFK hatte eigentlich andere Aufgaben, als das, was schlecht lief, versuchsweise zu korrigieren. Und der Vorstand, der sehr viel um die Ohren hatte, war nicht begeistert über diese Idee der Arbeitsauffassung. Dieses Dilemma war in der alten Satzung begründet und führte letztlich zum Rücktritt des Vorstands."

17.1.2005

Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung in Hannover skizziert Harald Brill die kritische Lage des Verbandes und spricht sich für Struktur- und Satzungsänderungen aus, damit der DVNLP erhalten bleibt. Ziel der MV ist es, die Handlungsfähigkeit des DVNLP zurückzuerlangen und einen Neuanfang zu gestalten. Bestehende finanzielle Unklarheiten werden durch die MV beigelegt. Ein neuer Vorstand wird gewählt: Dr. Jens Tomas (1. Vorsitzender), Anita Heyer, Thomas Biniasz, Ralf Giesen, Heide Janowitz. Dieser Vorstand bildet zusammen mit vier weiteren gewählten Verbandsmitgliedern (Thies Stahl, Birgit Bader, Jens Hartung, Dorothea Ziesenhenne-Harr) die neu einberufene Struktur- und Satzungskommission. Durch Nachwahl kommt Anita von Hertel in die Schlichtungskommission. Die Nachwahl für die AFK wird auf Oktober 2005 vertagt.

Heide Janowitz: "Die außerordentliche Versammlung zur Neuwahl des Vorstandes stand unter einem besonderen Stern. Die Sorge um den Bestand des Verbandes hatte viele zu der außerordentlichen Sitzung geführt, die sonst nicht bei jeder Wahl anwesend waren.
Als einzige Person eines schon bestehenden Gremiums wurde ich aus der alten AFK in das neue Gremium hinein gewählt. Diese Rolle war eine Herausforderung, da ich direkt betroffen gewesen war von den ganzen Fragestellungen davor. Meine Vision war, dass der Verband nur dann eine Chance hat, wenn der Vorstand als Team zusammenarbeitet. Dazu wollte ich beitragen. Später kam der Wunsch hinzu, den Verband weiter voranzubringen. Ein wesentlicher Schritt war unsere gemeinsame Arbeit an einer neuen Satzung. Diese führte zu anderen strukturellen Vorgaben für das Miteinander zwischen den Gremien. Die Polarität Vorstand vs. AFK, die auch in die Anfangszeit des Vorstandes hineinschwappte und sich an meiner Person bzw. Position festmachte, wurde aufgehoben."

Ralf Giesen: "Nachdem ich 2005 in den Vorstand gewählt worden war, fragte ich ein Mitglied des ehemaligen Vorstands, was denn da arbeitsmäßig auf mich zukäme. 'Na, mit einem Arbeitstag pro Woche musst du schon rechnen', lautete die Antwort. Das erstaunte mich schon sehr, stellte sich aber schnell als gute Schätzung heraus. Gerade im Zusammenhang mit der neu gegründeten Satzungskommission war die Arbeit auf ehrenamtlicher Basis in den folgenden Monaten kaum zu bewältigen. Das Ergebnis stimmt mich aber nach wie vor glücklich. Die Verabschiedung der neuen Satzung war ein wichtiger Meilenstein für den DVNLP."

Juni 2005

Der DVNLP wird als gemeinnützig anerkannt. Gründung der Regionalgruppe Niedersachsen-Bremen.

Oktober 2005

Gründung der Regionalgruppe Berlin.

28.10.2005

Die auf dieser MV beschlossenen Satzungsänderungen betreffen vor allem die klarere Regelung von Zuständigkeiten und Haftungsfragen sowie die Möglichkeit, einen Geschäftsführerposten auszuschreiben. Außerdem wird die Aus- und Fortbildungskommission von neun auf fünf Mitglieder reduziert und noch auf dieser Sitzung neu gewählt: Ulrich Bührle, Martina Schmidt-Tanger, Marita Bestvater, Birgid Kröber und Sönke Tegtmeier. Ein Kuratorium für wesentliche Verbandsfragen wird eingerichtet und setzt sich aus dem Vorstand, den (stellvertretenden) Sprechern der AFK und der neugebildeten Fachgruppen- und Regionalgruppenleitungskreise sowie dem Geschäftsführer mit beratender Stimme zusammen.

Mai 2006

Gründung der Regionalgruppe Nordrhein-Westfalen.

Oktober 2006

Die Fachgruppen Gesundheit und Business werden gegründet.

27.10.2006

Der DVNLP ist nun mit rund 1.320 Mitgliedern der größte deutsche bzw. europäische Methodenverband und der größte NLP-Verband Europas. Zum ersten Mal wird auf der MV ein Datenschutzbeauftragter gewählt (Ulrich Seifert). Die Mitglieder des Kuratoriums werden bestätigt (Vorstand sowie Sönke Tegtmeier als AFK-Sprecher, Birgit Bader als Sprecherin der Fachgruppen und Anja Mýrdal als Sprecherin der Regionalgruppen).

26./27.11.2006

Gründung der Fachgruppe Mediation und der Regionalgruppe Hamburg/Schleswig-Holstein.

9.1.2007

Gründung der Fachgruppe Pädagogik.

1.2.2007

Gründung der Regionalgruppe Bayern.

19.10.2007

Auf der zwölften ordentlichen Mitgliederversammlung werden die neuen Fachgruppen „Qualitätsmanagement“ und „Sport“ genehmigt. Die Mitgliedsbeiträge werden um 20 % erhöht. Wichtig für die Außen- und Innendarstellung ist die Ausarbeitung der Corporate Identity des DVNLP.

24.11.2007

Gründung der Regionalgruppe Ost.

24.10.2008

Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung in München zählt der Verband bereits über 1.500 Mitglieder. Die Bezeichnung „Trainer, DVNLP“ und eine Neuregelung der Anerkennung von Fremdausbildungen werden beschlossen. Der Vorstand wird bis auf Heide Janowitz, die nicht wieder kandidieren möchte, wiedergewählt. Für sie kommt Sönke Tegtmeier in den Vorstand und wird in der AFK durch Angelika von Hubatius-Kottnow ersetzt. Heide Janowitz erhält die Ehrenmitgliedschaft. Die 1996 gegründete DG-NLPt (Deutsche Gesellschaft für Neuro-Linguistische Psychotherapie) löst sich auf, ihre Interessen werden in Zukunft durch die Fachgruppe DVNLPt vertreten, die seit 1.4.2008 im DVNLP besteht.

23.10.2009

Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung in München berichtet man von der Gründung der european association of nlp e.V. (eanlp), bei deren Gründungsphase der DVNLP federführend war und den Präsidenten stellte. Burghard Lippke wird zum eanlp-Delegierten des DVNLP gewählt. Das Ressort „Öffentlichkeit“ stellt seine Arbeitsergebnisse an der neuen DVNLP-Website, der Coachingbroschüre „Perspektiven“ und der Website www.coach-dvnlp.de vor. Der DVNLP nimmt zum ersten Mal an der Messe „Zukunft-Personal“ teil – mit großer Resonanz. Die AFK wird neu gewählt und setzt sich aus Martina Schmidt-Tanger, Ulrich Bührle, Angelika von Hubatius-Kottnow, Marita Bestvater und Birgid Kröber zusammen. Die anwesenden ehemaligen Vorstandsmitglieder Wolfgang Walker, Dr. Frank Görmar und Jochen Sprenger werden für die von ihnen geleistete Grundlagenarbeit zur Konsolidierung des Vereins gewürdigt. Am Tag nach der MV wird die Fachgruppe Lehrtrainer/innen gegründet.

Ralf Giesen: "Das Jahr 2009 hatte es in Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit wirklich in sich: Entwicklung der neuen Coaching-Broschüre, Neuauflage der NLP-Broschüre, Relaunch der DVNLP-Website und Online-Start für die Coach-Website des Verbandes. Doch das Ergebnis macht den großen Arbeitseinsatz wieder wett. Und die schönste Belohnung ist es, wenn die Mitglieder das Engagement zu schätzen wissen und sich über die zunehmende Professionalisierung des DVNLP freuen."

29.10.2010

Henrik Andresen folgt Anita von Hertel als Sprecher der Schlichtungskommission. Wilhelm Nolting tritt von seinem Amt als DVWO-Delegierter (Dachverband der Weiterbildungsorganisationen) zurück und wird von Silvia Lüthy ersetzt. Die Gestaltung der Corporate Identity ist durch Erweiterung und Relaunch der Website weitgehend abgeschlossen. Das neue Buchprojekt des DVNLP, eine Publikationsreihe mit dem Titel „TRANSFER“, wird vorgestellt. Vom ersten Band „Besser mit Business NLP“ erhält jedes Verbandsmitglied ein kostenloses Exemplar. Birgit Bader wird zum Ehrenmitglied ernannt.

17.2.2011

Gründung der Regionalgruppe Baden-Württemberg.

23.5.2011

Gründung der Regionalgruppe Hessen.

3.2.2012

Prof. Dr. Franz Alberich Pesendorfer wird vom Vorstand zum Ehrenmitglied ernannt.

26.10.2012

Auf den turnusgemäßen Wahlen zum Vorstand treten Ralf Giesen, Anita Heyer und Sönke Tegtmeier nicht mehr an. Nach standing ovations für ihr Engagement und der Wahl des Vorstandes kommen zu Dr. Jens Tomas als Vorsitzenden und Thomas Biniasz (nun für den Bereich Ausbildung und Zertifizierung zuständig) hinzu: Conny Lindner für Regional- und Fachgruppen, Sebastian Mauritz für Öffentlichkeitsarbeit und Thomas Pech für Finanzen.

25.10.2013

Auf der MV wurde turnusgemäß die Aus- und Fortbildungskommission neu gewählt: Angelika von Hubatius-Kottnow (Sprecherin), Martina Schmidt-Tanger, Mea Voß,Dr. Frank Görmar und Frank Domberg.

13.6.2014

Gründung der Regionalgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland

30.10.2014

Durch den Rücktritt (aus privaten Gründen) von Thomas Biniasz wird die Nachwahl des Vorstandes für Ausbildung und Zertifizierung notwendig. Ilka Voigt, langjährige Sprecherin der Regionalgruppe Ost, übernimmt das Amt.

Vorstände seit 1996

Name Jahr
Bert Feustel (1. Vorsitzender) 1996-1997
Dr. Gundl Kutschera 1996-1998
Thies Stahl 1996-1998
Dr. Jürgen Leistikow (1. Vorsitzender) 1997-1998
Alix Louisa v. Uhde 1998-2000
Dr. Frank Görmar (1. Vorsitzender) 1998-2001
Wolfgang Walker 1998-2001
Jens Hartung 1998-2001
Jochen Sprenger 1998-2001
Dorothea Ziesenhenne-Harr 2000-2001
Johann Gartschnig (1. Vorsitzender) 2001-2002
Katrin Libke 2001-2002
Tom Andreas 2001-2002
Edith Schmitz-Reutler 2001-2002
Waltraud Trageser (1. Vorsitzende) 2002-2004
Gabi Schwan 2002-2004
Eva-Maria Braun 2002-2004
Harald Brill 2002-2004
Dr. Jens Tomas (1. Vorsitzender) seit 2005
Anita Heyer 2005-2012
Thomas Biniasz 2005-2014
Ralf Giesen 2005-2012
Heide Janowitz 2005-2008
Sönke Tegtmeier 2008-2012
Conny Lindner seit 2012
Sebastian Mauritz seit 2012
Thomas Pech seit 2012
Ilka Voigt seit 2014

 

Liste der Ehrenmitglieder des DVNLP

  • Birgit Bader
  • Robert B. Dilts
  • Bert Feustel
  • Bernd Isert
  • Heide Janowitz
  • Gundl Kutschera
  • Prof. Dr. Franz Alberich Pesendorfer (†)
  • Heinz Raab (†)
  • Thies Stahl (bis 2014)